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125 Jahre (1978-2002)

Das Jubiläumsjahr 1977

Dieses Jahr begann mit einem Führungswechsel auf Kreisebene. Heinz Sievers, 14 Jahre hatte er das Amt des Kreisbrandmeisters inne, wurde von Fritz Meyer, Wienbergen abgelöst. Er stand nunmehr dem Feuerlöschverband Kreis Grafschaft Hoya mit 70 Wehren und 4.000 Kräften vor. Kurz danach geisterte dann das Thema „Kreisreform „ durch die Reihen der Wehren.

In Bücken jedoch beschäftigte die „Blauröcke" ein ganz anderes Thema, nämlich das 100jährige Jubiläum. Ein Grundkonzept wurde bereits im Vorjahr 1976 vom 11 köpfigem Festausschuß fixiert. Entgegen dem Willen von Ortsbrandmeister Hermann Behrmann und auf Drängen des Kreisbrandmeisters und des Samtgemeindedirektors sollte auf Grund des Jubiläums der Kreisfeuerwehrtag mit den Kreiswettkämpfen unbedingt in Bücken stattfinden. Als geeigneter Austragungsort fand man eine 4,7 ha große Weide in der Altenbücker Marsch, als Festwirt konnte die Getränkefirma Gastorf Hoya gewonnen werden.

Für den Festausschuß gab es viel zu tun. Weitere Partner mußten gesucht und Verträge geschlossen werden. Wie z.B. Bratwust – u. Eisbuden sowie Getränkestände und Vieles mehr. Bei einer Bremer Großküche wurden 2.000 Ltr. Erbsensuppe geordert. Gemäß Auflage des Feuerwehrverbandes mußte ein Festzelt mit einer mind. Größe von 800 qm aufgestellt und dann ab 11:00 Uhr für Unterhaltungsmusik gesorgt werden . Kapelle Mory erhielt den Zuschlag mit der Auflage auch abends im Saal von Gastwirt Schröder zu spielen.. Für eine entsprechend dimensionierte Lautsprecheranlage sorgte Werner Gehrmann. Als besondere Attraktion bemühte man sich einen Hubschrauber für Rundflüge zu engagieren. Dies konnte letztlich aus Kostengründen dann doch nicht realisiert werden. Da-für besorgte man historische Pumpen und Fahrzeuge die ausgestellt und teilweise auch in Aktion vorstellt werden sollten. U.a. die alte aus dem Jahr 1883 stammende Bücker Handdruckspritze, die im Besitz der Hustedter Wehr ist. Die Erstellung der Festschrift, 144 Seiten stark, wurde mit 2.000 Exemplaren in Druck gegeben.

Zu den weiteren Vorbereitungen gehörte die Erstellung des Wettkampfplatzes, das Besorgen der Quartiere für die auswärtigen Wehren, vor allem für die Lin-dener und Berliner. Es wurden 3.500 Eintrittsbänder bestellt. Die Säle bei Thöle und Schröder erhielten eine festliche Dekoration, und die Bevölkerung wurde aufgefordert die Straßen für den Umzug am Sonntag Nachmittag entsprechend zu schmücken. Die Einladungen an die Wehrmitglieder, die Abordnungen der Vereine und Gemeinden. der Verbände auf Kreis- und Landesebene sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft mußten verschickt werden. Es gab eine Menge zu organisieren, aber die Organisatoren hatten alles bestens im Griff.

Das Fest konnte nun eigentlich beginnen. Und zwar mit dem Kommersabend, über dessen Ablauf sich der Festausschuß einig war. Nur, im Eifer der ganzen Vorbereitungen, wurde der Wirt Helmut Thöle nicht hinreichend informiert, und dieses ließ er den Festausschuß dann auch unmißverständlich wissen. Also machte man sich zu Viert kurzfristig auf den Weg , um zu besprechen was noch zu besprechen war. Nachdem nun alle Unklarheiten beseitigt worden waren, besiegelte man die getroffenen Vereinbarungen mit reichlich Malteser und Bier.. Alle Beteiligten machten sich weit nach Mitternacht mehr oder weniger schlanken Schrittes auf den Heimweg. Damit war der berühmt, berüchtigte Malteserabend aus der Taufe gehoben, der noch bei etlichen Besprechungen im Gasthaus Thöle wiederholt werden sollte.

Doch zurück zum Festgeschehen,. Der Kommersabend verlief sehr harmonisch. Nach dem offiziellen Teil wurde ausgiebig gefeiert und getanzt..

Am Sonnabend traf man dann noch die letzten Vorbereitungen, bevor man sich mit den Gästen aus Hann.-Linden im Bürgerholz zum Grillen zusammenfand.

Der Haupttag begann bei herrlichem Wetter mit einem Feldgottesdienst. 2 Tage zuvor hatte es noch wie aus Kübeln geregnet. Danach folgten die Wettkämpfe, die mittags mit der Siegerehrung ihr Ende fanden. Es konnten 3.300 Gäste und 1500 Wehrleute an diesem Tag gezählt werden. Nach der Siegerehrung und dem Mittagessen setzte sich der Festzug über eine etwa 2,5 km lange Strecke durch den Flecken in Bewegung. Begleitet von zahlreiche Kapellen und historischen Löschgeräten. Besonderen Anklang fand wie bereits 1921 beim 21. Gau Ver-bandsfest, der Musik- und Fanfarenzug aus Hannover –Linden. Im Anschluß an diesen Umzug wurde zum Ausklang bei Gastwirt Schröder zu den Klängen der Kapelle Mory kräftig weiter gefeiert.

Bleibt noch nachzutragen, daß unser Kassenwart Harry Kehlenbeck auf der nächsten Kommandositzung von einer wenig zufriedenstellende Kassenlage berichtete. Es herrschte „Ebbe"!!


Das Jahr 1978 begann in der Neujahrsnacht ...

Auf der Jahreshauptversammlung 1977 wurde der im Vorjahr verhängte Aufnahmestopp aufgehoben. Im Jubiläumsjahr konnten 14 Kameraden neu aufgenommen werden. Somit hat die Wehr 71 aktive Mitglieder. Die höchste Zahl seit ihrem Bestehen.

Der langjährige Ortsbrandmeister Stellvertreter Willi Homfeld stellt seinen Posten zur Verfügung, und Herbert Wendhausen sen. tritt seine Nachfolge an. In diesem Jahr wird auch der Antrag auf einen Gerätewagen gestellt. Der Grund hierfür waren die vermehrten Hilfeleistungseinsätze die die Wehr zu leisten hatte.

Mit der Neuinstallation von Unterflurhydranten in Altenbücken erhöht sich die Anzahl im Raum Bücken-Altenbücken-Dedendorf auf 50.

Der Bestand der Atemschutzgeräte wird um 4 Geräte erweitert.

Ende des Jahres erhielt die Wehr eine Anhängeleiter . Diese Leiter wurde dem Flecken Bücken gestiftet und der Ortswehr für ihre Nutzung zur Verfügung gestellt.

Das Jahr 1978 begann in der Neujahrsnacht mit dem Brand des Centralhotels in Hoya. Auf Grund der Silvesterfeiern, an der natürlich zahlreiche, oder auch die meisten Feuerwehrkameraden der herbeigeeilten Wehren beteiligt waren ,gestaltete sich deshalb nicht unproblematisch. Aber die Nachbargebäude konnten erfolgreich geschützt werden. Die Firma Huth bedankte sich dafür bei allen Einsatzkräften später mit einer Medaille.

Im Juli erfolgte dann die Übergabe des neuen LF8. Ausgerüstet als Hilfeleistungs LF8 (nachfolgend HiLF8 genannt) mit eingebautem Notstromaggregat und angebautem Lichtmast sowie weiterer Hilfleistungsgeräte.

Im September beginnt der notwendig gewordene Erweiterungsbau für dieses Fahrzeug, sprich eine 3. Garageneinfahrt, am Gerätehaus . Der Bau verzögerte sich, zum Ärger des Ortsbrandmeisters, erheblich, so daß er sich in Form eines Plakates Luft verschaffte, das an ein Kreuz auf einem symbolischem Grab geheftet wurde. Der Text auf diesem Plakat lautete: „Von bürokratischer Sturheit verzögert, ruht hier in Frieden der Erweiterungsbau. Aber auch die Lust der freiwilligen Helfer zur Eigenleistung". Mit Unterschrift „Der kleine Vogel".

Ob diese Aktion nun etwas bewirkt hat, weiß man nicht so genau, aber der Anbau konnte immerhin im September 1979, also ein Jahr später, übergeben werden. An Eigenleistung erbrachte die Ortswehr Bücken über DM 10.000,00.


Die 80er ...

1983 Der Ortsbrandmeister und Gerätewart Hermann Behrmann muß aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Auf Kommandobeschluß sollen schnellstmöglich Neuwahlen stattfinden und zwar für alle Führungskräfte. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung wird das gesamte Kommando neu gewählt. Nachfolger von Hermann Behrmann wird Wilhelm Schumacher jr., Stellvertreter bleibt Herbert Wendhausen sen.. Hermann Behrmann fungiert weiterhin als Gerätewart, jedoch nur bis zu seinem 65. Lebensjahr.

1984, in diesem Jahr hat die Wehr die traurige Pflicht 3 ehemalige Angehörige des Kommandos zu Grabe zu tragen. Den ehemaligen Ortsbrandmeister Willi Homfeld, den langjährigen Gerätewart Cuno Bodendiek und den vor einem Jahr in den Ruhestand versetzten Ortsbrandmeister Hermann Behrmann.

1985 veranstaltet die Wehr im Zuge der Brandschutzwoche einen Tag der offenen Tür unter dem plattdeutschen Motto „use Ort un sine Füerwehr". Trotz schlechten Wetters fanden sich viele, Besucher rund um den alten Schlauchturm ein. Es wurden über 400 Portionen Essen verkauft. Die Presseberichte der Kreiszeitung und der Harke waren außerordentlich positiv.

1986 Der vermehrte aber auch sinnvolle Einsatz der Meldeempfänger stieß nicht nur auf positive Resonanz. So war in einem Pressebericht zu lesen, daß durch die Alarmierung ohne Sirenenalarm der Eindruck entstehen könne, daß die Einsatzhäufigkeit rückläufig sei und dadurch die Existenz der Feuerwehren an Bedeutung verlöre. Eine These, die uns heute nur noch ein Lächeln abringt.

Von einem Bücker Bürger wird der Wehr ein mobiles Notstromaggregat gestiftet.

Für die stille Alarmierung erhält die Wehr die ersten Meldeempfänger.

Über die Dienstversammlung im Dezember berichtet unser Pressewart Ernst August Habermann in der Kreiszeitung

1988 stand bei der Freiw. Feuerwehr Bücken schon wieder ein Fest ins Haus. Im Kommando war man der Auffassung, daß 111 Jahre Feuerwehr Bücken gefeiert werden muß! Und so wurde dann auch auf dem Dorfplatz mit den Einwohnern und den Nachbarwehren gefeiert. Am Ende konnte man im Kommando wieder auf ein gutes Stück Öffentlichkeitsarbeit zurückblicken. Zu diesem Fest kam eine vom Flecken beschaffte Lautsprecheranlage gerade recht.

Auf der Jahreshauptversammlung konnte eine besondere nicht alltägliche Ehrung vorgenommen werden. Unser Alterskamerad Harry Stührmann, erster langjähriger Schrift- und Kassenwart nach dem Kriege, wurde für 65. jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Der Feuerschutzausschuß beschließt auf einer Sitzung im Juni 1988 die Neubeschaffung eines LF 8 für die Freiw. Feuerwehr Bücken als Ersatz für den abgängigen Ford Transit (Jahrgang 1967).

In diesem Jahr wird der langjährige Gemeindebrandmeister Friedrich Twietmeyer feierlich aus seinem Amt verabschiedet. Nachfolger wird Wilhelm Schröder, Bücken, sein Stellvertreter ist Wilhelm Möhlenbrock, Helzendorf.

1989 wird das neue LF 8 von der Firma Schlingmann geliefert, und das HilLF8 bekommt eine Vorbauseilwinde.

In diesem Jahr beteiligte sich die Freiw. Feuerwehr Bücken auch an den Aktionen „Unser Dorf soll schöner werden". Ihre Präsentation hat sicherlich mit dazu beigetragen, daß der Flecken mit der Silbermedaille ausgezeichnet wurde.

Dieser Schwank wurde von Dieter Brandt auf dem Kommers in gewohnt humoriger weise vorgetragen:

Beer öber de Böxen ...

Up de Halvjohresversammlung vo de Freewillige Füerwer Bücken hett sich dat

Malör todragen, datt de Bücker Bürgermesster, de togliek ok

Samtgemeendebürgermesster is, eene vulle Tablettladung Beer öber de Böxen

goten woor is. Datt bröchte den anwesenden Kreisbrandmeister Helmut

Wiegmann noher dorto to seggen, datt man Lüe, von de man Gelder hebben

will, doch eegentlich nich begeeten schöll. He sä aber ok, datt Eener, de

ünner Füerweerlüe geroten deit, jümmer dormit räken mutt, dat he mol natt

weern könn.

De Bürgermesster nöhm dat allens ganz geloten henn, un snackte von eene

Döpe, de em nu ünner de Bücker Füerweerlüe öberkomen is.

Bannig amöseert hebbt sick ok de Kameroden öber ähren Ortsbrandmeister

Willem Schomaker. Dorto mutt man wäten, dat he jümmer Eenner von de

Flinksten is. Bi datt leßte grode Füer ober wör he bald nich mer mit de

Füerweerautos mitkomen, weil sin Pieper nich utlöst har. Un so möß he

beläben, dat de Tanklöschwogen mit tatü- tata an den Imbiß vörbiraste, as he

jüst för sick un sinen Huusgenerol (domit meente he sin Froensminsche)

watt so äten holen dö. De Wusst hett he nich mehr rünnerkrägen.....


1990 beantragt der Gemeindebrandmeister W.Schröder ...

1990 beantragt der Gemeindebrandmeister W.Schröder, nicht zuletzt auf Grund der ECA Brände, einen Einsatzleitwagen Der Antrag wird jedoch vom Feuerschutzausschuß abgelehnt.

1990 wird erstmalig mit der seit 1877 währenden Tradition gebrochen, und die Jahreshauptversammlung am Pfingstdienstag, künftig nicht mehr mit einer Übung begonnen.

Um auf Gefahrguteinsätze gerüstet zu sein, wird 1990 eine Sondereinsatzgruppe Gefahrgut gegründet. Das Gemeindekommando entschloss sich die Aufgaben auf die Wehren Bücken, Hoya und Schweringen zu übertragen.

In der Samtgemeinde bestanden bereits in Hoya und Hilgermissen Jugendfeuerwehren und erfreuten sich bei den Jugendlichen zunehmender beliebtheit. Da bereits viele Kinder aus dem Flecken in der Hoyaer Jugendfeuerwehr tätig waren und die Nachfrage weiter stieg, nahm man diese Tatsache zum Anlaß, eine Jugendfeuerwehr Bücken und Umgebung ins Leben zu rufen. Beteiligt werden sollten die Wehren Bücken, Schweringen, Warpe, Helzendorf und Duddenhausen. Die Gründungsversammlung erfolgte im Dezember 1990. Zum Jugendwart wurde Bernd Riemer Schweringen gewählt.


Im Januar 1991 hat dann die neu gegründete Jugendfeuerwehr ...

Im Januar 1991 hat dann die neu gegründete Jugendfeuerwehr Bücken u. Umgebung ihren Dienst aufgenommen. Das erste gewählte Kommando bestand aus dem Gruppenführer Gerrit Iseler, dem Jugendsprecher Jan Schumacher und dem Schriftführer Lars Hocke. Der Jugendfeuerwehr gehörten zu diesem Zeitpunkt 35 Kinder und Jugendliche an.

Im Februar 1991 ereignete sich an der Kreisgrenze zu Verden, in Magelsen, ein schwerer LKW Unfall. Der Rüstwagen aus Verden wurde zur Hilfe angefordert. Ein Beispiel guter nachbarschaftlicher Zusammenarbeit, auch kreisübergreifend.

Auf der Jahreshauptversammlung im Mai 1991 gab es 2 besondere Ehrungen. Willi Nordmann und Heinrich Voige wurden für 60 jährige Mitgliedschaft geehrt. Sie haben die Entwicklung der Feuerwehr von der pferdebespannten Spritze bis zu den heute technisch hochentwickelten Geräten noch aktiv miterlebt.

Nach mehrmaligen Beratungen hat Gemeindebrandmeister W. Schröder wohl doch soviel Überzeugungsarbeit geleistet, daß seinem Antrag von 1990 stattgegeben und im September 1991 der ELW beschafft wurde. Standort ist der Schlauchturm Bücken. Der ELW steht allen Wehren der Samtgemeinde zur Verfügung.

Dem HiLF8 wird eine geänderte Funkrufnummer gegeben. Es wird künftig als GW(Gerätewagen) geführt.

Die Jugendfeuerwehr erhält ein Zelt.

Im November wurde die Wehr zu einem schweren Verkehrsunfall am Ortsausgang von Bücken, Richtung Calle gerufen. Eine junge Frau aus Bücken war frontal gegen einen Baum geprallt und mit schwersten Verletzungen eingeklemmt. In kürzester Zeit konnte sie aus dem Wagen befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Einige Zeit später erreichte die Wehr ein Dankesschreiben des Vaters der jungen Frau, in dem er sich nicht nur für die Hilfeleistung bedankte, sondern auch unterstrich, daß der Standort des Gerätewagens und die rasche Hilfeleistung für seine Tochter nicht nur ein Glücksfall sondern auch lebensrettend gewesen war. Dieser Brief wurde anschließend von ihm in der Feuerwehrzeitschrift veröffentlicht.


Auf der Jahreshauptversammlung 1992 sprach Ortsbrandmeister ...

Auf der Jahreshauptversammlung 1992 sprach Ortsbrandmeister Schumacher die sanitären Verhältnissen im Gerätehaus an. Hierzu schrieb unser Pressewart Ernst August Habermann folgende Glosse:

Zylinners

In Bücken is jo in körte wedder Schützenfest, un dorbie speelt de Zylinners as

Kopfschmuck von de Schützen eene grode Rulle. Nu, up de Versomlung vo de

Bücker Füerweer snackte de Ortsbrandmeister Willem Schomaker uk jümmers

von Zylinners, von eenen „Rettungszylinder" un vörher all von eenen

„Einzylinder" in‘n Gerätehus.

Keener wüß aber watt he richtig meent har. Un so klugfidelte he dat mit dem

Rettungszylinner as een Gerät för de Hülpeleistungen de Versammlung

utenanner, noadäm Knüppels Heini nochmaol nofroagt har.

Un mit deen „Einzylinder" meente Willem de Toilette in’n Gerätehuus.

He woll doarmit sä-gen, datt dringend, ton bispäl för de Jugendfüerweer

mit de Jungs un Deerns, noch eenen tweten Zylinner (Klosett) installiert

weern möß.

Hoffentlich hebt datt nu de Bürgermesster Heini Meyer un Uwe Back

von’n Ordnungsamt u Reinhard Endres von’n Füerschutzutschuß,

de alle doar wör’n, uk richtig mitkrägen.

Im August 1992 beging man den 80. Geburtstag unseres, unter Denkmalschutz stehenden, Schlauchturmes in Form eines „Turmfestes". Es wurde den ganzen Tag mit der Bücker Bevölkerung und auch auswärtigen Gästen gebührend gefeiert. Als besonderes Geburtstagsgeschenk erhielt die Wehr ein Relief des heiligen St. Florians von einem Bücker Bürger überreicht.

Für den Gefahrguteinsatz erhält die Wehr 4 CSA Anzüge.

Im September 1992 wurden der Kreisfeuerwehrtag und die Kreiswettkämpfe in Bücken auf dem Gelände des Gasthauses Thöle ausgetragen. Die Vorarbeiten hierzu leisteten alle 14 Wehren aus der Samtgemeinde gemeinsam. Bei herr-lichstem Wetter konnten die Wettkämpfe abgewickelt werden . Die gesamte Organisation fand viel Lob bei den Teilnehmern und Gästen. Ein umfangreiches Rahmenprogramm lockerte die Veranstaltung auf.

Ein Brennschneidegerät aus Eigenmitteln und ein Rettungszylinder mit Hand-pumpe, von der Samtgemeinde beschafft, komplettiert die Ausrüstung auf dem GW und trägt sicher zur Effizienz bei Hilfeleitungen bei.

Im Februar 1994 konnte das in Eigenleistung neugestaltete Obergeschoß des Gerätehauses bezogen werden. Mit ca. 1.000 Stunden waren etwa 40 Kamera-den an den Arbeiten im Unterrichtsraum, der Teeküche, dem Verwaltungs– und Lagerraum sowie den Toiletten beteiligt. Klar, daß es viel Lob und Dank seitens des Feuerschutzausschußes der Samtgemeinde gab. Klar, daß es auch eine würdige Einweihungsparty gab.

Auf der Jahreshauptversammlung, Pfingstdienstag 1994, verlas der langjährige Kassenwart, Kamerad Harry Kehlenbeck, seinen letzten Kassenbericht. Anschließend legte er sein Amt in die Hände seines Nachfolgers Roland Klein. Auf dieser Versammlung war erstmalig auch der Samtgemeindedirektor Wolfgang Rustemeyer zugegen.

E.A. Habermann schrieb hierzu in der Kreiszeitung einen plattdeutschen Artikel mit der Überschrift

De Samtgemeende eene Million erspoort...

Düt un datt noch von de Generolversammlung von de Bücker Füerweer:

De ne´e Kassenführer Roland Klein hett woll son bäten wat humoriges von

sien´ Vörgänger, denn he begünn sienen Bericht so: „Im Jahre eins nach

Harry Kehlenbeck." Wenn em dat Geld in´ne Kasse knapp weern deit,

hett he sien Computer ingäben, em rechttiedig upmerksom to moken.

De warnt em denn ok wie folgt:

" Ortsbrandmeister Wilhelm Schumacher unbedingt zügeln!!"

To´n erstenmol wör uk Samtgeemeindedirektor Wolfgang Rustemeyer

togegen. Vörher hett dat jümmers nich klappt. Vermodlich aber wör he da,

weil de Bücker Füerweer em eene Million erspoort hett. Denn wenn de

Kameroden mit masse Eegenleistung un Eegenmittel, kloor, uk mit veel

Ünnerstützung döör de Samtgemmeende, nicht dat Gerätehuus utboot harn,

denn wör mittelfristig woll eene Million, so as in Broksen un annerswo,

för en neét Gerätehuus fällig wään, meente de Ortsbrandmeister.

´Rustemeyer hett jo uk 8 Monate in Bücken woont, un deswägen hebbt de

Kameroden em nich öbel nohmen, datt he dorvon snackte, mol de

Frauenbeauftragte to schicken. Datt hett he deswägen seggt, weil keen

Froonsminsch an de Versammlung deelnohmen hett.

Seitens der Samtgemeinde wurden 7 Atemschutzgeräte angeschafft, ebenfalls ein Prüfkopf für die Atemschutzmasken.

Die JF erhielt einen TSA.


Im August 1995, nachts gegen 2:00 Uhr, wurde die Nachtruhe ...

Im August 1995, nachts gegen 2:00 Uhr, wurde die Nachtruhe unserer Kameraden empfindlich gestört. Brandeinsatz. Von der Leitstelle hieß es: Brand eines Pferdestalles in Altenbücken, Alte Landstraße 2a. Eine wahrlich pikante Adresse. Dort befindet sich das Landhaus, ein in der Region bekannter Bordellbetrieb. Das Gebäude stand in hellen Flammen und war nicht mehr zu retten. Die Kreiszeitung berichtete über dieses Ereignis unter der Schlagzeile „Brand im Liebesnest Die rote Außenleuchte des Landhauses hängt verkohlt an den Mauerresten, kein Betrieb mehr in diesem Teil des Hauses". Man kann sich unschwer die entsprechenden Kommentare und „Sprüche" unserer Kameraden vorstellen.

Im September 1995 wurde der 1. Florianstag von der Freiw. Feuerwehr Bücken zusammen mit ihren Angehörigen gefeiert. Auf dieser Feier konnte der stellvertretenden Brandmeister Herbert Wendhausen aus der Hand des Gemeinde-brandmeister W. Schröder die silberne Ehrennadel des Niedersächsischen Landesverbandes entgegennehmen.

Auf der Halbjahresversammlung überreicht unser Archivar Dieter Brand eine Übersichtskarte von der Samtgemeinde, auf der alle Einsätze seit 1978 nach Art mit verschieden bunten Nadeln gekennzeichnet sind. Ein sehr nützliches und informatives Geschenk, das stets aktualisiert wird.

1996 beschaffte sich die Wehr aus Eigenmitteln ein großes Be- und Entlüftungsgerät, zwar gebraucht aber sehr gut erhalten. Damit ist man nun in der La-ge Gebäude zu belüften oder aber Rauch abzusaugen.

Im August 1997 lud die Wehr zu einem Doppelgeburtstag ein. Der Schlauchturm wurde 85 Jahre alt, und die Wehr konnte auf ein 120 jähriges Bestehen zurückblicken. Mit einem Gottesdienst begann der Jubiläumstag. Anschließend wurde rund um den Schlauchturm mit den Einwohnern und vielen Gästen gefeiert. Auch die Jugendfeuerwehr war bei vielen Aktivitäten mit eingebunden.

Im Gerätehaus wurde in diesem Jahr eine Absauganlage in der Fahrzeughalle installiert, ebenfalls wurde, aus Eigenmitteln, ein Anhänger für Abstützmaterial und Bindemittel beschafft.

Im April 1998 begaben sich 15 Kameraden von uns nach Hannover zur Feuer-wache 2, der Lehr- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr. Dort wurden sie intensiv über technische Hilfeleistung und Unfallrettung, speziell bei Verkehrsunfällen, informiert. Obwohl es sich bei den Kameraden aus unserer Sicht um erfahrene Retter handelte, war vieles für Sie dennoch Neuland. Ein Lehrgang der sehr viel gebracht hat und in der Ausführung lebensrettend sein könnte.

Im Mai 1998 bekam die Wehr neue Hilfeleistungsgeräte. Die mit dem GW gelieferten Geräte, vor etwa 20 Jahren, entsprachen nicht mehr den Anforderungen Das neue Hydraulikaggregat mit Schere und Spreitzer wurde einer Anzahl Gästen aus Kommunalpolitik und befreundeten Feuerwehren in Aktion vorgeführt, wobei das im April erworbene Wissen bereits teilweise umgesetzt werden konnte. Diesen Tag nahm man dann noch zum Anlaß den langjährigen stellvertretenden Ortsbrandmeister Herbert Wendhausen sen. aus Altersgründen aus seinem Amt zu verabschieden. 20 Jahre hat er dieses Amt mit großem Engagement ausgefüllt. Neben der obligatorischen Entlassungsurkunde aus der Hand des Samtgemeindedirektors gab es für ihn zahlreiche Geschenke.

Neben den erwähnten neuen Hilfeleistungsgeräten erhielt die Wehr eine Gas-spürpumpe und der GW ein neues Funkgerät.

Im August wurde die Wehr zu einer nicht alltäglichen Hilfeleistung gerufen. Auf der Bückerstraße wurde ein Personenzug der VGH - mit 70 Passagieren von Bruchhausen kommend - gerammt. Der LKW sowie die Warnblinkanlage wurden erheblich beschädigt und die Lokomotive hatte es aus den Schienen gehoben . Glücklicherweise gab es nur wenig Leichtverletzte.


Auf der Pfingstversammlung 1999 verlas Kamerad ...

Auf der Pfingstversammlung 1999 verlas Kamerad Hans Robert Ostermeyer, letztmalig nach 26 Jahren, das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung. Auf einer internen Feier erhielt er ein Erinnerungsfoto, daß ihn zusammen mit seinem sogenannten Zwillingsbruder von der Wehr Hannover-Linden auf deren 100 jährigem Jubiläum zeigt. Sein Nachfolger wird ab August Bernd Meyer.

Die Straßenbaumaßnahmen rund um das Gerätehaus sind nun endlich abgeschlossen. Es war ein jahrelanger Diskussionspunkt, der nun endlich „abgehakt" ist.

Es gibt immer wieder besondere und nicht alltägliche Einsätze. So auch im August 1999, als die Wehr mit dem GW zu einem Flugzeugabsturz gerufen wurde. Auf dem Segelflugplatz in Hoya war ein Segelflugzeug bei einem Startversuch aus 30,m Höhe abgestürzt. Der Pilot mußte schwerverletzt aus dem Wrack ge-borgen werden.

Auf der Pfingstversammlung 2001 wird der langjährige ehemalige Schriftführer Hans Robert Ostermeyer für seine Tätigkeit mit der silbernen Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Der Ortsbrandmeister Schumacher berichtet über das 27 Jahre alte TLF 8 und seine Reparaturen, die sich so langsam vermehrt einstellen. Vorsichtig weist er daraufhin, daß mittelfristig seitens des Feuerwehrträgers über eine Neuanschaffung nachgedacht werden sollte.

Am Ende des ersten Jahres im neuen Jahrtausend gibt es eine medientechnische Neuerung zu vermelden. Die Freiw. Feuerwehr Bücken, ist als erste in der Samtgemeinde, im Internet unter www.feuerwehr-buecken.de zu finden. Webmaster Günter Landau und Pressewart Uwe Brand haben es unter erheblichem Arbeitsaufwand ermöglicht. Alle Informationen die die Wehr betreffen, von Dienstplänen, geschichtlicher Entwicklung, Kommandomitgliedern bis hin zu Einsätzen ist dort alles zu finden. Der erste Einsatz, der dort festgehalten wurde, war der letzte im Kalenderjahr 2001 und gleichzeitig der schwerste. Es war der Hofbrand von Pöttger in Holtrup.

Bis heute haben sich über 7.000 Besucher auf der Webseite eingefunden. Nicht nur aus dem Umfeld, nicht nur aus der gesamten Bundesrepublik, nein aus aller Welt: Frankreich , Österreich, Amerika, Kanada, Neuseeland usw.

Mit dieser jüngsten Begebenheit aus der langen und wechselvollen Geschichte der Freiw. Feuerwehr Bücken beenden wir, die Chronisten, unsere Zeitreise, in der Hoffnung, daß wir für Sie, meine Damen und Herren die richtige und angemessenen Mischung gefunden haben.

Im Zuge der Vorbereitungen haben wir unseren Kameraden Dieter Brandt für den plattdeutschen Teil gewinnen können. Und nun, am Ende unserer Vorträge, können wir deshalb ganz ehrlich feststellen; wir haben nicht nur einen „Brand"dabei, wir haben jetzt auch wirklich richtigen „Brand". So darf es jetzt auch nicht verwunderlich sein, daß wir als Feuerwehrleute wissen, wie wir ihn schnellstens und gründlich löschen können!

Na denn: Prost!!


Die aktiven Mitglieder und die Jugendfeuerwehr Bücken und Umgebung im 125.Jahr nach der Gründung:




6. Reihe (von links):
Sören Schumacher, Jan Schumacher, Ralf Uhlenbruch, Olaf Klußmeier, Matthias Wiehe, Steffen Wiehe, Lars Grasmeder, Peter, Ottermann, Jörg Strassemeier, Björn Bödecker, Wilhelm Bödecker, Roland Klein, Hermann Stuve, Uwe Brandt, Herbert Wendhausen jun.
5.Reihe (von links):
Sebastian Meier, Marco Brandt, Andreas Leiding, Heiner Ahlers, Jürgen Brockmann, Heinrich Köhnemann, Bernd Meyer, Jens Marquart, Reiner Smoczynski, Christian Dee, Jessica Eschenhorst, Jasmin Eschenhorst
4. Reihe (von links):
Jörg Dietz, Christoph Rose, Dieter Brandt, Mike Mohmeier, Jens Stuve, Willi Schneckner, Ulf Habben, Werner Krebs, Heinrich Hocke, Kurt Schumacher, Eckhard Reimers, Heinz Habermann
3.Reihe (von links):
Wilhelm Schröder, Kerstin Paul, Hans-Joachim Liekefeld, Eiko Fisser, Walter Prox, Peter Lang, Heinz Scherber, Günther Prox, Fritz Schäfer, Günter Landau, Rolf Schumacher, Frank Obermeyer, Werner Raven, Cord Scherber, Gerd Schmidt, Thomas Nacke, Andreas Steinbeck
2.Reihe (von links):
Lars Mestharm, Ehler Haarberg, Christian Kehlbeck, Alexander Schmelzkopf, Franziska Hatesohl, Torsten Schöler, Nico Stuve, Cedric Baude, Kathrin Schumacher, Bastian Raupach, Benjamin Schulze, Jens Eschenhorst, Tanja Witgenfeld, Pascal Solke, Daniel Koröde, Maximilian Hoffmann, Frank Stumpenhausen, Jan Stratmann
1.Reihe (von links):
Heiko Stührmann, Wilhelm Schumacher, Otto Meyer, August Backhaus, Werner Gehrmann, Herbert Weibel, Wilhelm Möhlenbrock, Herbert Wendhausen sen., Fritz Scherber, Herbert Knüppel, Hans-Robert Ostermeyer, Carl Ottermann, Fritz Honsbrock, Alfred auf dem Berge, Helmut Schütte, Harry Kehlenbeck, Tim Stuve


Das Kommando im Jubiläumsjahr 2002:




hintere Reihe (von links):
Heinrich Köhnemann (Funkwart), Olaf Klußmeyer (Atemschutzwart), Bernd Meyer (Schriftführer), Günter Landau (Internet)

vordere Reihe (von links):
Hermann Stuve (Gruppenführer 2.Gruppe), Jörg Dietz (Gerätewart), Roland Klein (Sicherheitsbeauftragter und Kassierer), Herbert Wendhausen sen. (Gruppenführer Altersgruppe), Wilhelm Schumacher (Ortsbrandmeister), Wilhelm Bödecker (stellv. Ortsbrandmeister), Jan Schumacher (Gruppenführer 1.Gruppe und Jugendwart), Uwe Brandt (Pressewart)

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